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Geschrieben von: gsa / gringo   
Sonntag, den 15. Oktober 2017 um 08:32 Uhr

Graffiti gegen Menschenfeindlichkeit -
Jugendliche aus Diemarden gestalteten ihre Turnhalle – große Einweihungsfeier am Samstag, 14.10.2017

Seit August trafen sich 17 junge Menschen regelmäßig freitags in Diemarden, lernten Techniken des Sprayens und setzten sich mit Graffiti als Kunst und Symbolik im öffentlichen Raum auseinander. Sie setzten damit das Projekt „Graffiti gegen Menschenfeindlichkeit“ um, dass der TSV Germania Diemarden in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendbüro Gleichen und dem Modellprojekt „Respekt für Vielfalt“ des Landkreises Göttingen ins Rollen gebracht hat. Ziel des Projekts war es, die 40 Meter lange Fassade der Rückwand der Sporthalle in Diemarden mit einem großen Kunstwerk zu versehen, das gleichzeitig ein demokratischer Ausdruck im Ort werden soll.
Dazu haben die jungen Menschen zusammen mit den Pädagoginnen und Pädagogen ihr eigenes Motiv entwickelt. Das haben sie am Mittwoch, dem 27. September dem Diemardener Ortsrat vorgestellt. „Damit stand der Gestaltung der Turnhalle durch die Jugendlichen nichts mehr im Wege“ freut sich Lara Goerres vom Kinder- und Jugendbüro Gleichen. 2017 10 06 Grafitti 01 300x225pxVom 05. bis zum 10. Oktober haben die jungen Menschen in einer Projektwoche das Motiv selbst unter Anleitung des Kunstpädagogen Thomas Deisel "an die Wand gebracht".

Anlass des Projekts waren Farbschmierereien (siehe Bild unten), die an der Fassade der Sporthalle aufgetaucht waren und über die anscheinend ein politischer Konflikt unter jungen Menschen um extrem rechte und menschenfeindliche Symbolik ausgetragen wurde.

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Die Kooperationspartner des Projekts haben daraufhin den Plan entwickelt, die Fassade mit Jugendlichen zusammen professionell zu gestalten. Und gleichzeitig darüber eine Auseinandersetzung mit den Jugendlichen über Kunst und Politik führen zu können. Gefördert wurde das Projekt nach Anträgen des Diemardener Sportvereins von der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen sowie durch das Niedersächsische Landesprogramm nach der Richtlinie Demokratie und Toleranz. Die Partnerschaft für Demokratie wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesfamilienministeriums gefördert und vergibt über einen Aktions- und Initiativfonds Gelder an zivilgesellschaftliche Projekte. Das Modellprojekt Respekt für Vielfalt des Landkreises ist eines von bundesweit 12 Modellprojekten zur Radikalisierungsprävention im Bereich rechtsextreme Orientierungen und Handlungen, die ebenfalls über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert werden.

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Am 14. Oktober wurde das fertige Kunstwerk an der Diemardener Hallen-Fassade bei einem öffentlichen Fest eingeweiht. Alle Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde Gleichen und insbesondere aus Diemarden waren zur Präsentation des Kunstwerks eingeladen. Es gab Grußworte auch vom Gemeindebürgermeister von Gleichen, Manfred Kuhlmann sowie vom Sozialdezernent des Landkreises, Marcel Riethig.

Zum Schluss hier noch ein paar Detailaufnahmen:

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