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15. April 2012: Rückblick auf das 5. Erzählcafé:

Thema: „ Energie sinnvoll nutzen & sparen – aber wie?!

Was hat uns bewegt, dieses Thema für ein Erzählcafé auszuwählen?

Fakten:

  1. Seit 1989 sind in Deutschland die Energiepreise gewaltig gestiegen: Eine Kilowattstunde Strom kostete damals 15 Cent, heute sind es rund 24 Cent. Öl- und Gaspreise haben sich im gleichen Zeitraum fast verdoppelt!

  2. Private Haushalte verbrauchen etwa ein Drittel der Gesamtenergie (ohne Autoverkehr) und 27 Prozent des Stroms!

  3. Der größte Energiefresser eines Haushalts ist mit 75 Prozent das Heizen!

  4. Atomkraftwerke sind aus vielen guten Gründen ein Auslaufmodell – doch wie decken wir zukünftig unseren Energiebedarf?

Ein wichtiges Fazit aus diesen Fakten:

Jede/r kann persönlich erheblich dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken – und damit auch das eigene Portemonnaie auf Dauer entlasten. Wir wollten wissen, wo man ansetzen kann und welche Maßnahmen wirklich hilfreich sind!


Dazu hatten wir Energie-Expertinnen aus Göttingen eingeladen, Expertinnendie in einem moderierten Gespräch aus ihrem privaten Umfeld wie auch aus dem beruflichen Kontext berichteten und uns hilfreiche Hinweise gaben. Rund 40 interessierte Zuhörer nahmen am ‚Energiecafé‘ teil, sogar aus Bovenden war ein Paar extra angereist und bedankte sich im Anschluss ausdrücklich – das Dorf Diemarden sei doch ein ‚Vorreiter‘ bei verschiedensten Themen!

Dinah Epperlein, Leiterin des Fachdienstes Klimaschutz und Energie der Stadt Göttingen, berichtete - von anschaulichen Bildern begleitet - über den Umbau ihres alten Fachwerkhauses in Weende zu einem richtigen Energiesparhaus. Angefangen von Maßnahmen für den kleinen Geldbeutel in den ersten Jahren(Fenster mit Einfachverglasung wurden durch eine innen vorgesetzte zweite Scheibe ergänzt) bis hin zur aufwändigen Außendämmung des denkmalgeschützten alten Pfarrhauses, die eine Heizersparnis von 60 Prozent einbrachte. Zusätzlich wurde in das Haus ein Blockheizkraftwerk (BHKW) eingebaut, das auch das Nachbarhaus mit versorgt. Aus den Zuhörerkreis kamen viele Fragen zu diesen Baumaßnahmen und selbstverständlich war eine wichtige Frage: Wie finanziert man das?

Hier konnte unsere zweite Expertin Doreen Fragel, Leiterin der Energieagentur Region Göttingen, interessante Erläuterung zum aktuellen Programm des Landkreises „Energetische Optimierung von Wohngebäuden“ geben. ( http://www.energieagentur-goettingen.de/energieagentur/energieeffizienz/sanierer-bauherren/foerderprogramm-altbausanierung ).

Unschlagbar günstig ist derzeit sicher die Geldbeschaffung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) www.kfw.de, die für Sanierungskredite gerade einmal 1 Prozent Zinsen veranschlagt. Tipp: Jede Bank muss die Kredite der KfW durchreichen - also gilt: entschieden nachfragen!

 

Die Energieagentur hat noch vieles mehr zu bieten: z.B. die kostenlosen Haushaltsenergieberatung, wo durch einen qualifizierten Energieberater Stromfresser enttarnt und Sparmöglichkeiten aufgedeckt werden. Außerdem werden kostenlose Initialberatungen für Altbausanierung und eine darauf folgende Gebäudeenergieberatung angeboten.

Beide Expertinnen gaben nach der Kaffepause noch vielfältige Tipps für konkrete Einsparungen durch kleine Maßnahmen und Verhaltensänderungen. So lautete z.B. ein Hinweis: Umwälzpumpen von Heizungen, die älter als 10-12 Jahr sind, dringend ersetzen! Man spart mit den modernen ‚intelligenten‘ Heizungspumpen bis zu 80 Prozent Betriebsstrom – der Kauf amortisiert sich damit bereits nach 2 – 4 Jahren.

Auch alte Kühlschränke und Eistruhen sind unglaubliche Stromfresser! Hier gilt es, beim Neukauf unbedingt auf das seit 2010 aktualisierte Euro-Energie-Label zu achten. Durch marktbeste, energieeffizienteste Geräte (A+++) kann der Stromverbrauch im Haushalt um bis zu 30 Prozent gesenkt werden.Auditorium

Ein wichtiger Aspekt wurde am Ende noch eingebracht, wenn er auch leider aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr ausführlich diskutiert werden konnte: Das Anschaffen neuer energieeffizienter Geräte muss auch ins Verhältnis gesetzt werden zu den Energiekosten für deren Herstellung bzw. die Entsorgung der Altgeräte. Es wäre sicher interessant, an dieser Stelle noch einmal weiter zu diskutieren. Doch das Gehörte war ein hilfreicher Einstieg in das Thema und vielleicht ja auch Anstoß für so Manchen, in Zukunft ein bisschen bewusster mit der Energie im eigenen Haushalt umzugehen…

Ein ganz besonders herzlicher Dank geht an dieser Stelle noch einmal an unsere beiden Expertinnen aus Göttingen, die unentgeltlich an einem Sonntag-Nachmittag ihre gesammelten Erfahrungen und ihr Fachwissen mit uns teilten!!!

Und wer noch ein bisschen weiter stöbern möchte, für den sind auf der Diemardener Internetseite unter ‚Fundsachen -> Energie‘ verschiedene Links zu informativen Internetseiten hinterlegt. Einfache Energiespartipps der Energieagentur können außerdem hier heruntergeladen werden.

 

Ausblick:

Eine Grafik am Ende des Energiecafés zeigte sehr eindrücklich, dass sehr viel Energie für unseren Lebensstil benötigt wird –insbesondere Flugreisen in ferne Länder sind große Energieschlucker!  Dieser Aspekt des Themas "Energie" wartet jetzt auf ein späteres Erzählcafé.
Mobilität
ist ein ganz wesentlicher Punkt, bei dem wir alle mit unserem persönlichen Verhalten Energie sparen sowie Ressourcen und unsere Umwelt schonen können. Dazu gibt es auch schon erste Aktivitäten in Diemarden wie das Kennzeichen D. Derzeit läuft eine Umfrage zur Mobilität der Diemardener und die Gruppe Mobilität hat bereits weitere Ideen. Diese werden vorgestellt und diskutiert im Juni beim ‚Mobilitätscafé‘ – Einladungen folgen!

 

Anja Achilles

(Dialogdorf Diemarden)


 
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